Zu viele Regenbogen-Fahnen: Syrische Influencerin kehrt Europa den Rücken

Die syrische Influencerin Salma Naddaf hat Europa verlassen – aus Protest gegen gesellschaftliche Veränderungen, die sie als „Verlust traditioneller Werte“ empfindet. Die 36-jährige Migrantin lebte seit 2014 in Dänemark und wurde dort mit arabischsprachigen Bastel- und Dekovideos zu einer der bekanntesten Social-Media-Persönlichkeiten Skandinaviens. Nun ist sie mit Ehemann und Kindern in ihre Heimat zurückgekehrt.

In einem Video erklärt Naddaf unter Tränen, es sei „die schwerste Entscheidung meines Lebens“ gewesen. Ihre Kinder sollten nicht in einer Umgebung aufwachsen, „deren Sitten und Traditionen uns fremd sind“. Ausschlaggebend seien unter anderem Pride-Flaggen an Schulen gewesen.

Gegenüber dem schwedischen Portal Expressen sagte sie, sie sei dennoch dankbar für die Sicherheit, die Europa ihr geboten habe: „Ich habe gelernt, tolerant zu sein – gegenüber allen Menschen, egal welcher Religion oder Herkunft.“

In Syrien wolle sie nun „ein ruhiges Leben“ führen. Ihre Rückkehr sorgt in arabischen Netzwerken für heftige Diskussionen – zwischen Bewunderung und Unverständnis.