Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán will eine Ausnahme von den Ölsanktionen
Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán hat angekündigt, dass er eine Ausnahme von den US-Sanktionen gegen russisches Öl beantragen wird, da Budapest seiner Meinung nach energieabhängig von Ölpipelines ist. Er will dies bei seinem Treffen mit US-Präsident Donald Trump im November ansprechen.
Orbán räumte gleichzeitig ein, dass Ungarn trotz des Drucks seitens der USA weiterhin daran interessiert ist, mit Russland Handel zu treiben.
Die neuen Sanktionen von Trump zielen auf die wichtigsten Akteure des russischen Ölmarktes – die Unternehmen Rosneft und Lukoil – ab, um die Finanzierung des Krieges in der Ukraine zu schwächen.
Der Ministerpräsident gab auch zu, dass er mit dem heimischen Unternehmen MOL über mögliche Lösungen verhandelt. Die Vereinigten Staaten haben bisher harte Energie-Maßnahmen vermieden, aber Trump erklärte kürzlich, dass es Zeit zum Handeln sei.
Die Sanktionen wurden kurz nach der Absage des geplanten Gipfeltreffens mit Wladimir Putin durch den US-Präsidenten verhängt.
Orbán glaubt, dass stärkere Beziehungen zu Washington zu einem umfassenderen Wirtschaftsabkommen führen können, das die Auswirkungen der Sanktionen abmildern wird.
(reuters, lup)