Großbritannien ist bereit, die Ausgaben für Medikamente zu erhöhen, um die US-Zölle abzumildern
Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer wird am 24. November nach London reisen, um über Handelszugeständnisse zu verhandeln, die das Vereinigte Königreich gerne von Washington erhalten würde. Dies berichteten informierte Quellen des Portals Politico.
Im Mittelpunkt des britischen Interesses stehen die von Donald Trump eingeführten Zölle auf schottischen Whisky und Medikamente. Um die drohenden 100-prozentigen Zölle abzumildern, hat Großbritannien vorgeschlagen, die Zahlungen des nationalen Gesundheitsdienstes (NHS) für Medikamente zu erhöhen – ein Schritt, der erhebliche Auswirkungen auf die öffentlichen Finanzen haben könnte.
Die Verhandlungen sollen sich Berichten zufolge in einem fortgeschrittenen Stadium befinden, wobei die britische Regierung hofft, das Abkommen noch vor der Ankündigung des Haushalts abzuschließen. Die USA fordern jedoch weitere Zugeständnisse in den Bereichen Landwirtschaft und Produktionsstandards.
Zugleich sucht das Vereinigte Königreich nach einer gemeinsamen Position mit den USA und der Europäischen Union gegenüber Chinas Dominanz auf dem Stahlmarkt.
Greers Besuch fällt auf denselben Tag wie die Gespräche des US-Handelsministers Howard Lutnick in Brüssel mit Vertretern der Europäischen Union.
(max)