Überraschtes Pentagon, besorgtes Nigeria: Trump ändert militärische Prioritäten
US-Präsident Donald Trump sorgte am Wochenende für Verunsicherung, als er öffentlich mit einem Militäreinsatz gegen Nigeria drohte. Er behauptete, die Regierung in Nigeria dulde Angriffe auf Christen, und wies das Pentagon an, sich auf mögliche Maßnahmen vorzubereiten – „schnell und hart“.
Obwohl der Verteidigungsminister sofort Zustimmung signalisierte, wurden bislang keine konkreten Befehle erteilt. Laut Quellen der Nachrichtenagentur Reuters versucht sich das Pentagon in der Lage zurechtzufinden, da die USA in Afrika nur über eine einzige Basis verfügen und Nigeria bislang nicht zu ihren Prioritäten zählt.
Trumps Ankündigung folgte, nachdem seine Regierung Nigeria auf die Liste der Länder gesetzt hatte, die schwerwiegend gegen die Religionsfreiheit verstoßen – vor allem wegen der Aktivitäten islamistischer Gruppen wie Boko Haram.
In den vergangenen Tagen überraschte Trump zudem mit weiteren Schritten: Er forderte Atomwaffentests und deutete ein mögliches militärisches Engagement in Venezuela an.
Sein Vorgehen wirft nun die Frage auf, ob es sich um eine neue Strategie oder eine Reihe impulsiver Entscheidungen handelt.
(reuters, lup)