|   2025-11-06 06:41:59

USA bekunden ihr Beileid nach blutiger Razzia in Rio

Die Vereinigten Staaten haben den brasilianischen Sicherheitskräften nach einer Razzia im Bundesstaat Rio de Janeiro, bei der vier Polizeibeamte und mehr als 100 weitere Personen getötet wurden, ihr Beileid ausgesprochen. Das Schreiben, das von einem Beamten der US-Drogenbehörde in Rio unterzeichnet wurde, lobte die Arbeit der Polizei, erwähnte aber nicht die zivilen Opfer der Operation.

Gouverneur Claudio Castro lobte das Vorgehen gegen die Comando Vermelho-Bande als Erfolg und behauptete, die einzigen wirklichen Opfer seien Polizeibeamte gewesen. Der brasilianische Präsident Lula da Silva bezeichnete die Operation jedoch als "katastrophal", und die UNO forderte wegen der hohen Zahl der Opfer eine Untersuchung.

Gleichzeitig drängen die Konservativen im brasilianischen Kongress erneut darauf, das Comando Vermelho als terroristische Vereinigung anzuerkennen.

Die Regierung in Rio de Janeiro erklärte in einer Erklärung, dass ihre Sicherheitskräfte ständig Informationen mit US-Einrichtungen zur Bekämpfung des Drogenhandels austauschen. Dieser Dialog habe jedoch nichts mit der Genehmigung von "US-Aktionen auf brasilianischem Boden" zu tun.

Das US-Generalkonsulat bestätigte, dass die USA und Brasilien seit langem eine Sicherheitszusammenarbeit unterhalten.

(reuters, mac)