|   2025-11-07 07:35:11

"Kreml-Marionette"? Gunvor zieht sich aus dem Lukoil-Geschäft zurück

Das Schweizer Unternehmen Gunvor ist von seinem Plan abgerückt, die ausländischen Vermögenswerte des russischen Unternehmens Lukoil zu kaufen, nachdem das US-Finanzministerium es als "Kreml-Marionette" bezeichnet hatte.

Die Vereinigten Staaten haben damit ein klares Signal gesetzt, dass sie Geschäfte mit russischen Unternehmen, die zur Finanzierung des Krieges in der Ukraine beitragen könnten, für inakzeptabel halten. Washington hat auch angedeutet, dass keine Lizenzen für Gunvor erteilt werden.

Gunvor bezeichnete die Aussagen als falsch und fügte hinzu, dass man versuchen werde, das Missverständnis aufzuklären. Das Geschäft sollte nach den Sanktionen gegen Lukoil im Oktober stattfinden, das sich bereit erklärte, Vermögenswerte wie Raffinerien, Ölfelder und Tankstellen in Europa, Asien und Mexiko zu verkaufen.

Die Transaktion wäre die größte in der Geschichte von Gunvor gewesen. Anonymen Quellen innerhalb des Unternehmens zufolge war sie jedoch mit erheblichen finanziellen Risiken verbunden, und es gab bereits früher Spekulationen, dass das Unternehmen nicht in der Lage war, sie zu bewältigen.

(reuters, swag)