Steiermark startet mit Bezahlkarte für Migranten
Die Steiermark hat das Grazer Modell der Sachleistungskarte für Migranten und Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine auf das ganze Land ausgerollt. Das Pilotprojekt wird zunächst in den kommenden beiden Monaten getestet und läuft zunächst in den Quartieren Passail, Graz und Bruck an der Mur.
7000 steirische Bezieher der Grundversorgung werden schrittweise die Sachleistungskarte erhalten. "Das ist ein wichtiger Beitrag, um Missbrauch zu verhindern und die Mittelverwendung im Asylwesen klarer und gerechter zu gestalten“, sagte der zuständige Sozial- und Asyllandesrat Hannes Amesbauer (FPÖ).
Die Karteninhaber (ab 15. Lebensjahr) können künftig maximal 40 Euro in bar beheben. Dieser Betrag pro Monat stellt das sogenannte "Taschengeld" dar, zu dessen Ausbezahlung man durch diverse bundes- und europagesetzliche Regelungen verpflichtet sei. Die Karten werden mit dem nächsten Buchungszyklus Mitte November erstmals mit Guthaben entsprechend dem jeweiligen Leistungsbezug ausgestattet und sollen ab 15. November nutzbar sein. Die Gesamtkosten des Kartensystems wurden im Steiermärkischen Landtag auf 413.000 Euro pro Jahr geschätzt.