Die EU stellt keine Mehrfachvisa für Russen mehr aus und verschärft die Kontrollen

Russen müssen nun für jede Reise ein neues Visum beantragen. Brüssel erklärt, die Maßnahme ermögliche eine häufigere Überprüfung der Antragsteller und verringere die Sicherheitsrisiken.

Wladimir Putin. Foto: Sputnik/Wjatscheslaw Prokofjew/Reuters

Wladimir Putin. Foto: Sputnik/Wjatscheslaw Prokofjew/Reuters

Die Europäische Union wird russischen Bürgern keine Mehrfachvisa mehr ausstellen, um den Druck auf Moskau wegen des anhaltenden Krieges in der Ukraine zu erhöhen, berichtet die Moscow Times.

Der Schritt folgt auf frühere Beschränkungen und soll nach Angaben der Kommission russischer Sabotage, Desinformation oder Drohnenangriffen entgegenwirken. Kritiker warnen jedoch, dass in erster Linie normale Bürger ohne Verbindungen zu Putin betroffen sein werden, einschließlich derer, die aus Russland geflohen sind, um dem harten Vorgehen zu entgehen.

Im Jahr 2025 erhielten russische Bürger rund 552 Tausend Schengen-Visa, die meisten davon aus Italien, Frankreich und Spanien.

Für die baltischen Länder hingegen gilt weiterhin ein fast vollständiges Einreiseverbot. Im Dezember will die Kommission eine neue Strategie vorlegen, um die Visapolitik verstärkt als geopolitisches Instrument einzusetzen.

Das russische Außenministerium hat diesen Schritt als diskriminierend bezeichnet.

(mja)