|   2025-11-08 18:30:33

Szijjártó: Ungarns Ausnahme von den US-Sanktionen sei unbefristet

Ungarn gab bekannt, dass es eine unbefristete Ausnahme von den US-Sanktionen gegen den Kauf von russischem Öl und Gas erhalten hat, und wies damit die Forderung des Weißen Hauses nach einer einjährigen Lockerung zurück. Die Sanktionen gegen die russischen Energiekonzerne Lukoil und Rosneft wurden wegen ihrer Verwicklung in den Krieg in der Ukraine verhängt.

Ministerpräsident Viktor Orbán traf sich mit Donald Trump, um die Aufhebung der Sanktionen zu besprechen - nach Angaben von Außenminister Péter Szijjártó wurde eine unbefristete Aufhebung erreicht.

Gleichzeitig sagte Orbán, dass die Ausnahmeregelung auch für wichtige Routen gelte - die TurkStream-Gaspipeline und die Druschba-Ölpipeline. Im Gegenzug hat Ungarn zugesagt, US-amerikanisches Flüssigerdgas (LNG) für rund 600 Millionen Dollar zu kaufen.

Im Jahr 2024 bezog das Land 74 Prozent seines Gases und 86 Prozent seines Öls aus Russland und war damit stark abhängig. Orbán warnte, dass Ungarn ohne das Abkommen mit steigenden Energiepreisen, Arbeitsplatzverlusten und ernsthafter wirtschaftlicher Instabilität konfrontiert wäre.

(reuters, mja)