|   2025-11-10 07:08:02

Vor einem Monat der Verschwörung für schuldig befunden: Sarkozy bittet um Freilassung

Der ehemalige französische Präsident Nicolas Sarkozy wird heute, Montag, bei einer Berufungsanhörung in Paris versuchen, für seine Freilassung aus dem Gefängnis zu kämpfen. Er verbüßt seit Oktober eine fünfjährige Haftstrafe, weil er plante, vom damaligen libyschen Diktator Muammar Gaddafi Geld für seinen Präsidentschaftswahlkampf 2007 zu beschaffen.

Ein Richter befand ihn der Verschwörung für schuldig und ordnete wegen der "extremen Schwere" der Straftat den sofortigen Strafantritt an, sprach ihn aber von anderen Anklagepunkten frei, darunter Korruption und illegale Wahlkampffinanzierung.

Der Anwalt des Angeklagten argumentiert, dass es keinen Grund für die Haft gebe, da der ehemalige Präsident stets kooperativ gewesen sei. Sollte das Gericht seinem Plädoyer stattgeben, könnte Sarkozy unter der Bedingung aus der Haft entlassen werden, dass er eine elektronische Fußfessel trägt, eine Kaution hinterlegt oder sich regelmäßig bei den Behörden meldet.

Sarkozy ist mit mehreren Gerichtsverfahren konfrontiert. Letztes Jahr wurde er wegen Korruption verurteilt und musste ein Jahr lang eine elektronische Fußfessel tragen. In einem anderen Fall, bei dem es um illegale Wahlkampffinanzierung aus dem Jahr 2012 geht, wird noch in diesem Monat ein Urteil des Obersten Gerichtshofs erwartet.

(reuters, max)