|   2025-11-10 21:40:00

Angeblich antisemitischer Vorfall: Vatikan ermittelt gegen Mitglied der Schweizer Garde

Der Vatikan führt eine interne Untersuchung zu einem Vorfall durch, bei dem ein Mitglied der Päpstlichen Schweizer Garde antisemitischen Verhaltens beschuldigt wurde. Die Kontroverse soll sich am 29. Oktober an einem der Eingänge des Vatikans ereignet haben, als zwei jüdische Frauen um ein Foto mit dem Wachmann baten.

Ihren Aussagen zufolge murmelte der Wachmann abfällig das Wort "Jüdin" auf Französisch und hätte bei der darauf folgenden Konfrontation zurückgespuckt.

Der Fall sorgte auch deshalb für Aufsehen, weil er sich am Tag der Generalaudienz des Papstes ereignete, die dem Jahrestag des Kirchendokuments über den interreligiösen Dialog gewidmet war.

In seiner Ansprache verurteilte der Papst den Antisemitismus scharf. Matteo Bruni, Direktor des Pressezentrums des Heiligen Stuhls, bestätigte eine Untersuchung des Falles. Die Päpstliche Garde, die das Oberhaupt der katholischen Kirche seit 1506 beschützt, ist eines der sichtbarsten Elemente der vatikanischen Sicherheit.

(tasr, mja)