Keine Gnade für Benko: Weihnachten bleibt der Immobilien-Pleitier hinter Gittern

Auch Weihnachten und Silvester muss der frühere Signa-Boss Rene Benko (48) im Gefängnis bleiben, das Wiener Straflandesgericht hat die U-Haft erneut um zwei Monate bis zum 12. Jänner verlängert.

Das Gericht geht bei Rene Benko, der mit seiner Signa den größten Nachkriegsbankrott Österreichs mit dem Zusammenbruch eines Milliarden-Imperiums hinlegte, nach wie vor von einem dringenden Tatverdacht und Wiederholungsgefahr aus. Ob der gefallene Tiroler Investor gegen den Beschluss Beschwerde einlegen wird, ist noch offen. Die entsprechende Verhandlung des Gerichts verfolgte der einstige Immobilien-Tycoon und Society-Liebling mit besten Verbindungen in die Politik per Videoschalte aus der Justizanstalt Innsbruck mit.

Vergangenen Monat wurde wurde Benko in einem ersten Prozess wegen betrügerischer Krida zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Nach Einsprüchen der WKStA und der Verteidigung ist das Urteil nicht rechtskräftig. Ein zweites Verfahren ist für 10. und 16. Dezember in Innsbruck geplant. Benko, für den die Unschuldsvermutung gilt, wies bisher stets alle Vorwürfe zurück. Er sitzt seit Jänner in Untersuchungshaft.

Die Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hat die Ermittlungen gegen Benko in mehrere Komplexe aufgeteilt, die jetzt sukzessive abgearbeitet werden. Neben betrügerischer Krida geht es auch um Untreue, schweren Betrug, Gläubigerbegünstigung und Förderungsmissbrauch. Geführt werden mehr als ein Dutzend Beschuldigte sowie zwei Verbände.

Gegenstand der Ermittlungen sei ein Gesamtschaden von aktuell 300 Millionen Euro, so die WKStA.