Extreme Teuerung und Krise: Kanzler Stocker verschickt per Instagram Durchhalte-Video

"Trotz aller Herausforderungen" sollen wir Österreicher "mit Zuversicht" in die Zukunft gehen - dazu ruft nun Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) auf den Social-Media-Kanälen auf.

Christian Stocker. Foto: Eva Manhart/picture alliance via Getty Images)

Christian Stocker. Foto: Eva Manhart/picture alliance via Getty Images)

Das Video des ÖVP-Chefs auf Instagram und anderen Social-Media-Kanälen hat etwas von Endzeit-Stimmung: Christian Stocker (65) sitzt vor der dunklen Holzvertäfelung seines Büros im Kanzleramt und möchte etwas von der aktuellen Krisenstimmung in der Republik wegreden.

Er meint: "Wir haben in Österreich schon so viele Herausforderungen gemeistert, und wir sind immer gestärkt daraus hervorgegangen." Der eben aus dem Homeoffice zurückgekehrte meint dann, alle Österreicher könnten "mit Zuversicht in die Zukunft gehen". Warum das so sein soll, das sagt Stocker nicht - es folgen weder Ankündigungen von großen Reformen, von Maßnahmen gegen die Teuerung oder von Plänen für Steuererleichterungen.

Alarmierende Faktenlage

Die Faktenlage, die durch die aktuelle ÖVP-SPÖ-NEOS-Koalition aber vor allem durch die schwarz-grüne Vorgänger-Regierung verschuldet worden ist, lässt nämlich tatsächlich wenig Optimismus aufkommen: Die Inflation liegt noch immer bei 4 %, die von Christian Stocker im Frühjahr für diesen Herbst versprochene Senkung der Strompreise ist nicht in Sicht, und die Massenzuwanderung hat zwar deutlich nachgelassen, aber es sind noch immer 105.000 Syrer und mehr als 50.000 Afghanen in Österreich, die tagtäglich mit Steuergeld über die Sozialhilfe zu versorgen sind.

Dazu kommt eine der schlimmsten Wirtschaftskrisen Österreichs, die auch durch die politisch gewollte Verteuerung der Energie (CO2-Steuer, etc.) mitverschuldet worden ist: Österreich und Deutschland liegen bei den aktuellen Wachstums-Prognosen des Internationalen Währungsfonds auf den letzten beiden Plätzen aller europäischen Nationen. Was mit dazu führt, dass mehr als 5000 Unternehmen in Österreich in den Konkurs schlittern - was zehntausende Arbeitsplätze kostet.

X-User, die diesen Video-Appell des Kanzlers sahen, meinten dazu: "Statt netter Worte bräuchte es Taten - es gibt keine Anzeichen dafür, dass irgendwas in den nächsten Monaten besser wird."

Reaktion auf Stocker X
Eine der vielen Reaktionen auf das Video des Kanzlers Credit: Screenshot X