|   2025-11-11 08:32:38

Trotz Skandal um Kinder-Sexpuppen: Shein entgeht vorerst Sperre in Frankreich

Sexpuppen mit dem Körper und dem Gesicht eines kleinen Mädchens, geflochtener Zopf, Teddybär im Arm (siehe Foto) – und das alles mit einer ziemlich eindeutigen Produktbeschreibung, um Pädophile anzulocken. Und trotzdem: Die chinesische Billig-Onlineplattform Shein entgeht vorerst der geforderten Seitensperre in Frankreich. Begründung: Das umstrittene Unternehmen hat mehrere Produkte aus seinem Sortiment entfernt.

„Die Regierung hat erreicht, dass Shein alle illegalen Produkte, die auf seiner Plattform verkauft wurden, entfernt hat“, teilte das französische Wirtschaftsministerium mit. Shein stehe aber weiterhin „unter strenger Beobachtung der staatlichen Behörden“, hieß es. Auch die gegen das Unternehmen eingeleiteten Gerichtsverfahren werden fortgesetzt.

Gegen Shein laufen derzeit neben einem Gerichtsverfahren in Paris vier Ermittlungen wegen des Verkaufs von Puppen mit kinderpornografischem Charakter. Die französischen Behörden hatten gegen die in China gegründete Onlineplattform in diesem Jahr bereits drei Strafen im Umfang von insgesamt 191 Millionen Euro verhängt. Wegen Verstößen gegen Vorschriften für Cookies, irreführender Werbung sowie nicht deklarierten Mikroplastiks in seinen Produkten.

Auf Shein war eine etwa 80 Zentimeter große Puppe mit Teddy im Arm für 190 Euro angeboten – als „Spielzeug für die männliche Masturbation“.