Deutschland erhöht Verteidigungsausgaben: 26 Milliarden Euro fließen in die Armee

Die gesamten Verteidigungsausgaben Deutschlands sollen im Jahr 2026 – einschließlich Sonderfonds – etwa 117,2 Milliarden Euro betragen, was 2,8 % des BIP entspricht und damit über dem von der NATO geforderten Mindestwert liegt.

Credit: APA

Credit: APA

Deutschland will in den kommenden Jahren fast 19 Milliarden Euro (22,16 Milliarden US-Dollar) bereitstellen, um Soldaten mit neuer Kleidung und persönlicher Ausrüstung auszustatten.

Zusätzlich sollen 7,5 Milliarden Euro in den Kauf neuer Radpanzer investiert werden, heißt es in einem Dokument des Finanzministeriums.

Die Regierung begründet das Projekt FASER, dessen Ausgaben bis 2034 gestreckt sind, mit dem ehrgeizigen Ziel, die Zahl der Soldaten bis Mitte der 2030er Jahre auf 460.000 zu erhöhen – gegenüber derzeit 280.000 Angehörigen der Bundeswehr.

Laut Haushaltsdokumenten des Ministeriums, die Reuters am Dienstag einsehen konnte, wird Deutschland bis 2037 weitere 7,5 Milliarden Euro für die Beschaffung neuer Radpanzer bereitstellen.

Nach Angaben parlamentarischer Quellen dürfte es sich dabei um den Kauf von 3 000 bis 5 000 Boxer-Fahrzeugen handeln, die gemeinsam vom deutschen Rüstungskonzern Rheinmetall und dem französisch-deutschen Unternehmen KNDS hergestellt werden.

Deutschland hat seine Verteidigungsausgaben in letzter Zeit deutlich erhöht, nachdem Bundeskanzler Friedrich Merz die notwendige Unterstützung erhielt, um diese Ausgaben von den Schuldenbegrenzungen auszunehmen.

Ziel ist es, die bisher schlecht ausgestattete Armee zu stärken und eine größere Verantwortung für die Sicherheit Europas zu übernehmen.

(reuters, lud)