Stadt Wien muss sparen: Eröffnung der U5 verzögert sich weitere vier Jahre bis 2030
Die Eröffnung der neuen Wiener U-Bahn-Linie U5 verzögert sich deutlich: Statt 2026 wird die Strecke vom Karlsplatz bis Frankhplatz nun erst im Jahr 2030 in Betrieb gehen. Grund für die vierjährige Verschiebung seien laut Stadt Wien und den Wiener Linien vor allem Budgeteinsparungen und eine bessere Abstimmung mit dem parallel laufenden Ausbau der U2 bis zum Matzleinsdorfer Platz.
Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) und die Wiener-Linien-Geschäftsführerin Alexandra Reinagl erklärten heute, durch die spätere Inbetriebnahme könnten jährlich rund 18 bis 20 Millionen Euro an Betriebskosten gespart werden. Gleichzeitig verzögern sich die weiteren Bauabschnitte: Der Start der U5-Verlängerung bis Hernals verschiebt sich auf 2028, jener der U2 bis Wienerberg auf 2030.
Eine ursprünglich geplante Übergangslösung, bei der U2 und U5 gemeinsam auf vier Stationen zwischen Karlsplatz und Rathaus fahren sollten, wird es nicht geben. Laut Reinagl sei der Nutzen einer solchen Doppelführung „zu gering, um die Mehrkosten zu rechtfertigen“.
Trotz der Verschiebungen betonte Sima, dass das Großprojekt weiter im Zeit- und Kostenrahmen bleibe. Ein Baustopp stehe nicht zur Diskussion. Die erste Bauphase sei planmäßig im Gange – die Stadt rechne damit, den gesamten U-Bahn-Ausbau bis Mitte der 2030er-Jahre erfolgreich abzuschließen.