CO₂-Emissionen steigen auf Rekordwert
Die weltweiten CO₂-Emissionen aus fossilen Quellen steigen heuer um 1,1 Prozent auf 38,1 Milliarden Tonnen. Das zeigt der neue Bericht des Global Carbon Project, der pünktlich zur UN-Klimakonferenz COP30 in Belém veröffentlicht wurde. Damit dürfte das verbleibende CO₂-Budget für das international vereinbarte 1,5-Grad-Ziel bereits 2030 ausgeschöpft sein.
Laut Studienleiter Pierre Friedlingstein vom Global Systems Institute in Exeter sind „die weiterhin steigenden CO₂-Emissionen“ ein starkes Indiz dafür, dass das 1,5-Grad-Ziel faktisch nicht mehr erreichbar ist. Das Restbudget beträgt demnach nur noch 170 Milliarden Tonnen und wäre bei der aktuellen Emissionsrate in weniger als fünf Jahren verbraucht.
Während der Ausbau erneuerbarer Energien weltweit zunimmt, steigt der Energiebedarf noch schneller. Emissionen aus Kohle, Öl und Gas erreichen daher erneut Rekordwerte. Besonders stark zulegen die Emissionen des internationalen Luftverkehrs, der gegenüber 2024 um fast sieben Prozent wächst.
China und die EU verzeichnen leichte Anstiege, die USA unter Präsident Trump ein Plus von 1,9 Prozent. Rückläufig sind die Emissionen nur in Japan.