Europäisches Parlament billigt weitere Schwächung der Gesetze zur ökologischen Nachhaltigkeit
Am Donnerstag billigte das Europäische Parlament eine weitere Abschwächung der "Richtlinie über die Sorgfaltspflicht von Unternehmen bei der Wahrung der Menschenrechte und des Umweltschutzes". Die Abstimmung erfolgte nach monatelangem Druck von Unternehmen und mehreren Regierungen, darunter die USA und Katar, die vor den Auswirkungen der Gesetze auf die Gaslieferungen nach Europa gewarnt hatten.
Das Europäische Parlament beschloss, dass nur Unternehmen mit mindestens fünftausend Beschäftigten und einem Umsatz von 1,5 Milliarden Euro den Verpflichtungen der Richtlinie unterliegen sollen. Gleichzeitig wurde mit dieser Änderung auch die Verpflichtung der Unternehmen aufgehoben, Pläne zur Erfüllung ihrer Klimaverpflichtungen vorzulegen.
Der schwedische Europaabgeordnete Jorgen Warborn erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, dass "die Änderungen den bürokratischen Aufwand verringern und den europäischen Unternehmen rund fünf Milliarden Euro pro Jahr einsparen werden".
(reuters, sie)