Brasilien will den weltweiten Einsatz von Biokraftstoffen bis 2035 vervierfachen
Als Gastgeber der COP30-Klimakonferenz fordert Brasilien die Nationen auf, sich zu verpflichten, den weltweiten Einsatz erneuerbarer Kraftstoffe bis 2035 zu vervierfachen. Dazu gehören Biokraftstoffe, Wasserstoff und Biogas. Umweltschützer warnen jedoch, dass die Herstellung von Kraftstoffen aus Pflanzen die Ernährungssicherheit und die Natur gefährdet.
Biokraftstoffe machen etwa ein Viertel des brasilianischen Verkehrssektors aus. Der Sektor bietet der brasilianischen Wirtschaft etwa 762 Tausend Arbeitsplätze. Unternehmen wie Toyota arbeiten in Brasilien bereits seit 16 Jahren an Biokraftstoffen. Sie bauen Mais und Zuckerrohr an, um Ethanol zu produzieren.
Kritiker weisen jedoch auf die damit verbundenen Gefahren hin. Die Ausweitung der Biokraftstoffproduktion könnte zu weiterem Landmissbrauch führen.
Einem Protestschreiben von mehr als 100 Wissenschaftlern zufolge könnte die Nachfrage nach Biokraftstoffen bis 2030 etwa 52 Millionen Hektar Ackerland beanspruchen. Das entspricht in etwa der Größe Spaniens.
(reuters, sie)