China beschleunigt den Start der Shenzhou-Mission nach Schäden am Raumschiff
China hat mit den Vorbereitungen für den vorzeitigen Start des Raumschiffs Shenzhou 22 zu seiner ständig bewohnten Raumstation Tiankong begonnen. Der Start wurde vom staatlichen Fernsehsender CCTV als Reaktion auf den jüngsten Schaden an Shenzhou 20 angekündigt, der den reibungslosen Ablauf des Programms gestört hat.
Das neue Schiff wird etwa ein halbes Jahr vor dem ursprünglich geplanten Termin unbemannt ins All geschickt. Seine Hauptaufgabe ist es, die Sicherheit der Astronauten auf der Station zu gewährleisten. Es wird vermutet, dass die beschädigte Shenzhou 20 von Weltraumtrümmern getroffen wurde, wodurch das Fenster des Rückkehrmoduls zerbrach.
Infolge des Zwischenfalls musste die dreiköpfige Besatzung neun Tage länger auf der Station bleiben, während die Mitglieder mit Shenzhou 21 zur Erde zurückkehrten. Die neue Generation von Astronauten, die vor zwei Wochen ankam, hatte also nach dem Abflug ihrer Kollegen kein Notschiff zur Verfügung.
Mit der Entsendung von Shenzhou 22 sollen die notwendigen Vorräte, technischen Geräte und Reservekapazitäten für eine mögliche Evakuierung bereitgestellt werden. Die Tiankong-Station kann kurzfristig bis zu sechs Personen aufnehmen, ist aber langfristig für eine dreiköpfige Besatzung ausgelegt.
(reuters, sie)