|   2025-11-16 06:50:07

Großbritannien will Sozialleistungen und Schutz für Asylwerber kürzen

Die britische Regierung plant eine umfassende Überarbeitung der Asylpolitik, um illegale Einwanderer abzuschrecken und ihre Abschiebung zu erleichtern. Innenministerin Shabana Mahmood hat die Abschaffung der gesetzlichen Verpflichtung zur Unterbringung und finanziellen Unterstützung von Asylbewerbern angekündigt - die Hilfe wird nicht mehr automatisch, sondern nur noch unter bestimmten Bedingungen gewährt.

"Dieses Land hat eine stolze Tradition der Aufnahme von Menschen, die vor Gefahren fliehen, aber unsere Großzügigkeit zieht illegale Migranten über den Ärmelkanal an", sagte Mahmood.

Personen mit Flüchtlingsstatus erhalten nur noch eine 30-monatige Aufenthaltsgenehmigung, die in regelmäßigen Abständen überprüft wird. Eine langfristige Aufenthaltsgenehmigung wird es erst nach 20 Jahren geben. In Anlehnung an das strenge dänische Modell will die Regierung das "goldene Ticket" für Migranten abschaffen.

Das neue System wird es auch ermöglichen, Personen, die ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten könnten, dies aber nicht getan haben, oder Personen, die Straftaten begangen haben, die Unterstützung zu verweigern.

Mahmood plant, den Vorschlag bereits am Montag im Parlament einzubringen, und ihr Ministerium bezeichnet ihn als die größte Reform des Asylsystems in der modernen Geschichte Großbritanniens.

(reuters, mja)