|   2025-11-16 21:51:28

Orbán: Europa will die Position Kiews vor den Verhandlungen verbessern

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán hat die Haltung der europäischen Staats- und Regierungschefs gegenüber dem Krieg in der Ukraine scharf kritisiert. Seiner Ansicht nach verlängern sie den Krieg absichtlich, um bei künftigen Friedensverhandlungen mit Russland eine bessere Verhandlungsposition zu erlangen. Dies berichtet die Website Politico unter Berufung auf ein Interview zwischen Orbán und Mathias Döpfner, dem Vorstandsvorsitzenden des deutschen Medienkonzerns Axel Springer, zu dem Politico gehört.

"Sie wollen den Krieg fortsetzen", sagte Orbán und fügte hinzu, dass sie glauben, die Ukraine weiterhin unterstützen und die Operationen intensiv finanzieren zu müssen, um anschließend eine bessere Einigung mit Moskau erzielen zu können. "Das ist völlig falsch"," betonte der ungarische Premierminister.

Die aktuellen Entwicklungen spielten eindeutig Russland in die Hände, nicht dem Westen, sagte er. Er forderte daher die europäischen Partner auf, den Konflikt sofort und ohne weitere Verzögerung zu beenden. "Die Situation und die Zeit sind für die Russen günstiger als für uns. Setzen Sie das nicht fort, beenden Sie es so schnell wie möglich", forderte er.

Orbán sagte, es sei entscheidend, dass Europa die Realität des Krieges anerkenne und dem Frieden Vorrang vor der weiteren Finanzierung von Operationen einräume, die seiner Meinung nach keine wirklichen Erfolgsaussichten hätten.

(sie)