EU alarmiert: Größter Ausbruch von Hepatitis A seit 36 Jahren in unserem Nachbarland
Tschechien kämpft mit einer massiven Hepatitis-A-Welle. Wie die Gesundheitsbehörden jetzt mitteilten, gab es heuer bereits 2375 Fälle. Darunter besonders viele schwere: 78 Prozent der Erkrankten mussten in Spitälern behandelt werden, 28 Menschen starben.
Besonders betroffen sind neben der Hauptstadt Prag, Karlsbad, die Region Mittelböhmen und der beliebte Skiort Wintersport-Ort Boží Dar (zu Deutsch: Gottesgab) direkt an der deutschen Grenze.
Laut den tschechischen Gesundheitsbehörden handelt es sich um den größten Hepatitis-A-Ausbruch seit 1989, das EU-Seuchenzentrum wurde alarmiert. In Karlsbad sollen die Infektionsstationen der Krankenhäuser bereits ausgelastet sein, im benachbarten Deutschland registrierte das Robert-Koch-Institut bisher 993 Fälle und sechs Todesfälle.
Hepatitis A ist eine hochansteckende Leberentzündung. Sie wird durch das Hepatitis-A-Virus ausgelöst. Die Ansteckung erfolgt meist durch verunreinigte Lebensmittel oder Wasser, oder engen Kontakt mit einer bereits infizierten Person oder einem infizierten Gegenstand, etwa einer Toilette oder einem Türgriff. Wer Oberflächen desinfiziert und häufig Hände wäscht, kann sich vor dem Virus schützen.