318 Millionen Menschen werden bis 2026 an Hunger leiden, warnt die UN
Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) warnt vor einer sich verschärfenden Hungerkrise: Im Jahr 2026 werden 318 Millionen Menschen von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen sein, aber nur ein Drittel von ihnen wird wahrscheinlich Hilfe erhalten.
Der Grund dafür ist ein drastischer Rückgang der Mittel für humanitäre Hilfe: Das WFP-Budget für das nächste Jahr wird möglicherweise um die Hälfte der geplanten 13 Milliarden Dollar gekürzt.
Exekutivdirektorin Cindy McCain spricht von der inakzeptablen Realität gleichzeitiger Hungersnöte im Gaza-Streifen und im Sudan und fordert mehr internationale Unterstützung. Die Vereinigten Staaten - der größte Geber - haben ihre Auslandshilfe unter der Trump-Administration erheblich gekürzt, und andere Länder haben sich dem angeschlossen.
Neben den militärischen Konflikten warnt das WFP auch vor den Folgen von Klimaextremen und wirtschaftlicher Instabilität.
Die Organisation plant, die Nothilfe fortzusetzen, will aber auch mehr in die Prävention und den Aufbau der Widerstandsfähigkeit von Gemeinschaften investieren.
(reuters, swag)