Österreich will weiterhin, dass Israel am ESC teilnimmt, mehrere Länder drohen mit Boykott
Der österreichische öffentlich-rechtliche Rundfunk (ORF), der Veranstalter des nächstjährigen Eurovision Song Contest, unterstützt die Teilnahme Israels am Wettbewerb, obwohl mehrere Länder wegen des Krieges im Gazastreifen einen Ausschluss des Landes fordern. Nationale Rundfunkanstalten aus den Niederlanden, Slowenien, Island, Irland und Spanien haben einen möglichen Boykott der 70. Ausgabe des Wettbewerbs angekündigt, falls Israel unter den Teilnehmern bleibt.
ORF-Generaldirektor Roland Weissmann rief jedoch zur Diplomatie auf und zeigte sich optimistisch, dass eine Rekordteilnehmerzahl erreicht werden kann. Das Thema wird auf der Jahrestagung der Europäischen Rundfunkunion, die jedes Jahr die Eurovision organisiert, diskutiert werden.
Österreich und Deutschland gehören zu den Ländern, die Israel am stärksten unterstützen und glauben, dass der jüngste Waffenstillstand zur Entspannung der Lage beitragen wird.
Die Organisatoren haben auch die Rückkehr von Sendern aus Rumänien, Bulgarien und Moldawien angedeutet, die sich zuvor wegen der hohen Kosten zurückgezogen hatten. Auch Kanada wird für eine Teilnahme in Betracht gezogen, was die erste Nation vom amerikanischen Kontinent in der Geschichte des Wettbewerbs wäre.
Weissmann sagte, alle seien willkommen und der ORF wolle die größte Eurovision der letzten Jahre ausrichten.
(reuters, max)