Spanien ermittelt gegen Meta wegen des Vorwurfs, es habe Menschen mit Android getrackt
Das spanische Parlament leitet eine Untersuchung gegen Meta wegen einer möglichen Verletzung der Privatsphäre von Facebook- und Instagram-Nutzern ein. Die Ankündigung erfolgte durch Premierminister Pedro Sánchez, der sagte, dass in Spanien "das Gesetz über jedem Algorithmus oder jeder technologischen Plattform steht".
Die Untersuchung stützt sich auf internationale Recherchen, die ergaben, dass Meta die Internetaktivitäten von Nutzern von Android-Geräten über einen versteckten Mechanismus verfolgt hat.
Meta hat bisher noch nicht auf die Anschuldigungen reagiert. Die Untersuchung könnte die Beziehungen zwischen Spanien und den USA weiter verschlechtern, da Washington Madrid für die Nichteinhaltung der NATO-Ausgabenziele und seine engen Beziehungen zu China kritisiert hat.
Nach Ansicht der spanischen Regierung hat Meta möglicherweise gegen mehrere EU-Gesetze verstoßen, darunter die Datenschutz-Grundverordnung (GDPR), die Datenschutzrichtlinie für elektronische Kommunikation (ePrivacy), das Gesetz über digitale Märkte und das Gesetz über digitale Dienste. Das von Mark Zuckerberg geführte Unternehmen wird vor einem Ausschuss des britischen Unterhauses aussagen müssen.
Meta hat sich bereits einem Rechtsstreit mit der Europäischen Kommission gestellt, die das Unternehmen 2024 zu einer Geldstrafe von 798 Millionen Euro verurteilt hat, weil es seinen Status als Facebook-Marktplatz missbraucht hat, und ihm vorwirft, mit seinem auf Bezahlung oder Zustimmung basierenden Werbemodell gegen den Digital Services Act zu verstoßen.
(reuters, max)