Selenskyj führte Gespräche mit Erdogan, USA schicken Militärs nach Kiew

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan getroffen und plant Gespräche mit US-Militärs in Kiew, während die USA Berichten zufolge hinter den Kulissen mit Moskau über ein mögliches Ende des Krieges verhandeln.

Die Informationen über die Geheimgespräche lösten einen starken Anstieg der Kurse ukrainischer Staatsanleihen aus. Trotz der politischen Krise und der Entlassung von zwei Ministern besteht Selenskyj darauf, dass die Beendigung des Krieges Priorität hat.

Die Türkei, die Kontakte zu beiden Seiten unterhält, spielt wieder eine diplomatische Rolle. Obwohl Moskau nicht beabsichtigt, an den Gesprächen teilzunehmen, bleibt Putin nach Angaben des Kremls offen für Gespräche mit den USA und der Türkei.

Die Bedingungen Russlands bleiben unverändert: Ablehnung der NATO-Mitgliedschaft der Ukraine und Rückzug aus den besetzten Gebieten. Eine US-Militärdelegation hält sich derzeit im Rahmen einer Aufklärungsmission in Kiew auf. Obwohl die Friedensbemühungen wieder aufleben, gab es bisher keinen größeren Durchbruch.

Die Ukraine hofft zwar, den Austausch von Kriegsgefangenen mit Russland bis Ende des Jahres wieder aufnehmen zu können, setzt aber auch auf die diplomatischen Bemühungen der Türkei, den Krieg zu beenden. "Natürlich haben wir über die diplomatische Situation gesprochen. Jetzt sind viele Prozesse aktiver geworden, und wir versuchen sicherzustellen, dass alle Aktivitäten speziell auf den Frieden ausgerichtet sind", sagte Selenskyj.

(reuters, mja)