Jetzt kündigt auch Billa Dutzenden Mitarbeitern: 250 Arbeitsplätze fallen weg
Billa stellt die eigene Lebensmittellieferung bis zur Haustür ein. Nach zehn Jahren zieht der Handelskonzern damit einen Schlussstrich unter ein Angebot, das sich trotz hoher Investitionen nie gerechnet hat. Bereits vor einem Jahr endete die Zustellung außerhalb Wiens, nun folgt mit Ende Jänner auch das Aus in der Bundeshauptstadt.
Begründet wird der Schritt mit verändertem Konsumverhalten und hohen Kosten auf der letzten Meile. Seit dem Ende der Pandemie und angesichts steigender Preise kaufen viele Kunden lieber direkt im Supermarkt ein – und davon gibt es in Österreich eine außergewöhnlich hohe Dichte. Das mindert die Nachfrage nach frischen Online-Lieferungen, die zudem enge Zeitfenster und gekühlte Logistik erfordern.
Von der Entscheidung betroffen sind 250 Mitarbeiter in den Lagern. Rewe kündigt an, interne Jobangebote zu vermitteln; auch externe Zusteller bei Logistikpartnern könnten Folgen spüren. Die beiden Lagerstandorte bleiben bestehen.
Komplett aus dem Onlinehandel steigt Billa nicht aus. Der Webshop bleibt geöffnet, allerdings mit Click & Collect statt Lieferung. Kleine Expresszustellungen laufen künftig über Foodora in mehreren Städten. Fachleute sehen die Entwicklung als Teil eines größeren Trends: Selbst Giganten wie Amazon bremsen bei frischen Lebensmittellieferungen, während spezialisierte Anbieter wie Gurkerl oder Alfies um Nischen kämpfen.