Wärmepumpen-Absatz bricht ein: Regierung stoppt Förderkurs

Die Folgen des zum Jahresende 2024 ausgelaufenen Förderprogramms Raus aus Öl und Gas zeigen sich nun deutlich: Die Nachfrage nach Wärmepumpen ist heuer massiv zurückgegangen. Laut einer aktuellen Analyse von Branchenradar.com dürften die Umsätze der Hersteller und Generalvertretungen um 17,3 Prozent auf 312,8 Millionen Euro sinken – ein deutliches Minus in einem Markt, der politisch eigentlich wachsen sollte.

Auch die seit Oktober laufende Sanierungsoffensive kann diesen Trend nach Einschätzung der Marktforscher kaum bremsen. Zwar war die Nachfrage 2024 nominell gestiegen, dennoch wurden gegenüber 2023 rund 3000 Geräte weniger verkauft.

Studienautor Andreas Kreutzer spricht von einer „miserablen Bilanz“. Trotz hoher Zuschüsse – in manchen Fällen deckten Bundes- und Landesförderungen bis zu 90 Prozent der Investitionskosten ab – habe sich kein nachhaltiger Markt aufgebaut. Gründe dafür seien technische Grenzen beim Einbau, teils hohe Betriebskosten und vor allem die geringe Bereitschaft vieler Haushalte, funktionierende Heizkessel auszutauschen. Der Bedarf sei schlicht nicht beliebig steigerbar, heißt es in der Analyse.