Guardian: Teil des US-Friedensplans klingt wie eine Übersetzung aus dem Russischen
Der Friedensplan der Vereinigten Staaten für die Ukraine weckt Zweifel an seiner Herkunft.
Die britische Zeitung The Guardian wies darauf hin, dass einige Teile des Dokuments so aussehen, als seien sie ursprünglich auf Russisch verfasst worden - sie klingen im Englischen unnatürlich.
Ein Beispiel dafür ist der Satz "Von Russland wird nicht erwartet, dass es in Nachbarländer einmarschiert", der im Russischen eine gängige grammatikalische Form hat, im Englischen aber wie eine ungeschickte Übersetzung wirkt. Auch andere Russischismen wie "неоднозначности" (Mehrdeutigkeiten) und "закрепить" (verankern) kommen in dem Text vor.
Der Guardian behauptet, dass Kirill Dmitriev, ein enger Vertrauter des russischen Präsidenten Wladimir Putin, ebenfalls an der Ausarbeitung des Dokuments beteiligt war. Berichten zufolge traf er sich mit dem Sondergesandten von Donald Trump, Steve Witkoff, in Miami, um die Details des Plans abzustimmen.
Der gesamte 28-Punkte-Vorschlag wirft daher Fragen über die Rolle Moskaus bei seiner Ausarbeitung auf. Die Ukraine und ihre EU-Verbündeten waren an der Ausarbeitung des Plans nicht beteiligt, was der Zeitung zufolge die Befürchtung verstärkt, dass der Entwurf nicht ihre Interessen widerspiegelt, sondern eher die Russlands.
(swag)