EU will, dass die USA im Sommer mit der Umsetzung des Handelsabkommens beginnen
Am 24. November wird die Europäische Union in Brüssel die US-Handelsbeauftragten auffordern, mehr von dem im Juli zwischen der EU und den USA erzielten Kompromiss umzusetzen.
Insbesondere wollen die Minister eine Senkung der 50 %igen Zölle auf europäischen Stahl und Aluminium sehen, die die USA seit August auf Hunderte von Folgeprodukten wie Motorräder und Kühlschränke ausgeweitet haben. Nach Ansicht von Diplomaten bedrohen diese Schritte den eigentlichen Kern des Abkommens.
US-Handelschef Jamieson Greer und Handelsminister Howard Lutnick sind zum ersten Mal seit ihrem Amtsantritt in Brüssel und werden 90 Minuten mit den Ministern bei einem Arbeitsessen verbringen.
Die EU will betonen, dass es bis zur Ratifizierung des Abkommens durch das Europäische Parlament bis März oder April dauern kann, fordert aber gleichzeitig eine Verschiebung der noch offenen Fragen.
Zusätzlich zu den Metallen will sie auf eine Senkung der Zölle auf Wein, Spirituosen oder Oliven drängen und die Zusammenarbeit in Regulierungsfragen sowie eine gemeinsame Antwort auf chinesische Exportbeschränkungen diskutieren.
(reuters, hal)