|   2025-11-24 21:08:12

BBC wehrt sich gegen Vorwürfe der Verzerrung der Nachrichten-Berichterstattung

Michael Prescott, ein ehemaliger redaktioneller Berater der BBC, sagte, die britische öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt sei nicht institutionell voreingenommen, habe aber ernsthafte redaktionelle Probleme.

Sein durchgesickerter Bericht löste eine interne Krise bei der BBC aus, die zum Rücktritt von Generaldirektor Tim Davie und Nachrichtenchefin Deborah Turness führte und Donald Trump dazu veranlasste, mit einer Klage in Höhe von bis zu fünf Milliarden Dollar zu drohen.

Der größte Kritikpunkt war die Bearbeitung von Trumps Rede vom 6. Januar 2021, als seine Anhänger das Capitol im Jahr 2021 besetzten. Die bearbeitete Rede, so Prescott, könnte den Anschein erweckt haben, dass sie Gewalt gutheißt.

Er bestritt jedoch, dass es sich um einen ideologischen Angriff handelte. Sein Ziel sei es gewesen, auf systemische Fehler hinzuweisen und Veränderungen anzustreben, ohne die Ursachen zu analysieren. Die BBC habe wiederholt nur mit oberflächlichen Maßnahmen reagiert.

Robbie Gibb, Vorstandsmitglied der BBC und ehemaliger Berater von Premierministerin Theresa May, bestritt ebenfalls, an einer politisch motivierten Kampagne gegen die britische Rundfunkanstalt mitgewirkt zu haben. Die BBC hat unterdessen bestätigt, dass sie bereits Maßnahmen ergreift, um die in dem Bericht festgestellten Mängel zu beheben.

(reuters, max)