Nach sechs Wochen Krankenstand: Stocker ab morgen wieder im Kanzler-Büro

Sechs Wochen nach seiner Rückenoperation kehrt Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) am morgigen Mittwoch an den Ballhausplatz zurück: Der 65-jährige ÖVP-Chef hatte sich Ende Oktober wegen anhaltender Rückenbeschwerden einem geplanten Eingriff unterzogen. Laut seinem Team verlief die Genesung „optimal“, und die Rückkehr erfolgt „in enger Abstimmung“ mit den behandelnden Ärzten.

Stocker übernimmt nun wieder vom Kanzleramt aus das Steuer der Regierungsgeschäfte: Bereits am Vormittag leitet er wie gewohnt den Ministerrat. Am Nachmittag will der Kanzler öffentlich über die nächsten Schritte bei der Umsetzung der Reformagenda informieren – ein Termin, der ursprünglich verschoben worden war und nun zu einem politischen Neustart werden soll.

International trat der Regierungschef bereits Anfang der Woche wieder in Erscheinung: Beim informellen Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs vertrat Stocker Österreich per Video-Schaltung. Angesichts der zugespitzten Lage in der Ukraine und des neuen US-Friedensplans mahnte er ein stärkeres europäisches Engagement ein. Die EU müsse sich „aktiv einbringen“, wenn über die „Sicherheit unseres Kontinents“ verhandelt werde, sagte Stocker – sein erster außenpolitischer Akzent seit der Operation. Auch zum Dreh eines eher irritierenden "Durchalte-Videos" für Instagram (statement.at berichtete) konnte der Kanzler in sein Büro fahren.