Aus für 3. Piste in Wien-Schwechat für FPÖ "Bestätigung der Resignationspolitik der Koalition"
Die Entscheidung des Flughafens Wien, das seit Jahren diskutierte Projekt einer dritten Start- und Landebahn endgültig zu stoppen, sorgt für heftige Reaktionen. Besonders deutlich kritisiert die FPÖ das Aus für das Bauprojekt: FPÖ-Verkehrssprecher und Generalsekretär Christian Hafenecker spricht von einem „fatalen Signal für den Wirtschafts- und Tourismusstandort Österreich“ und wirft der Regierung vor, den jahrelangen Streit tatenlos begleitet zu haben.
Tatsächlich gilt die dritte Piste seit Langem als eines der strategisch bedeutendsten Infrastrukturprojekte des Landes – und gleichzeitig als eines der umstrittensten. Gegner verwiesen auf Klima- und Umweltbelastungen, Befürworter auf die notwendige Weiterentwicklung eines internationalen Drehkreuzes. Nun steht fest: Das Projekt kommt nicht.
Für Hafenecker ist das mehr als ein planerisches Scheitern: Er erinnert an hunderte Millionen Euro an staatlicher Unterstützung während der Pandemie, etwa für die AUA, und ortet fehlende Gegenleistungen in Form von Standort- und Jobgarantien. Das Ergebnis sei nun spürbar: Personalabbau, reduzierte Flugverbindungen und ein zunehmend starker Wettbewerb aus dem benachbarten Ausland.
Während Bratislava und andere Flughäfen ihre Kapazitäten ausbauen, fürchtet man in Wien um künftige Wertschöpfung. Hafenecker fordert daher ein „Umdenken“ und eine neue Standortstrategie, die zentrale Infrastrukturprojekte nicht länger im politischen Dauerstreit versanden lässt.