Mexiko ermittelt gegen Miss-Universe-Chef wegen Drogen, Waffen und Diebstahl
Die mexikanische Generalstaatsanwaltschaft gab bekannt, dass sie gegen den Präsidenten der Miss-Universe-Organisation wegen des Verdachts des Drogen- und Waffenhandels sowie des Kraftstoffdiebstahls ermittelt. Sie gab auch den Erlass von 13 Haftbefehlen bekannt, nannte jedoch nicht die Namen der Verdächtigen.
Mexikanischen Medien zufolge befindet sich unter ihnen der Präsident von Miss Universe, Raúl Rocha, der als mexikanischer Geschäftsmann die Hälfte der Organisation besitzt.
Die offizielle Erklärung enthält nur eine verkürzte Form des Namens "Raúl R.", was der mexikanischen Praxis entspricht, die Namen der Personen, gegen die ermittelt wird, zu veröffentlichen. Die Staatsanwaltschaft erklärte, dass die Ermittlungen bis zum Jahr 2024 laufen und Einzelheiten zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden. Weder Rocha noch das Management des Wettbewerbs haben bisher auf Bitten um Stellungnahme reagiert.
Die diesjährige Miss-Universe-Wahl in Thailand wurde von der Mexikanerin Fátima Bosch gewonnen, die zuvor ins Rampenlicht gerückt war, weil sie einige Teilnehmerinnen aus Protest verlassen hatte, nachdem die Wettbewerbsleiterin Nawat Itsaragrisil sie angeblich als "Dumpfbacke" bezeichnet hatte.