Oberösterreicherin Sylvia Mayer wird neue Chefin des Verfassungsschutzes DSN
Erstmals seit Bestehen der II. Republik wird an der Spitze eines heimischen Nachrichtendienstes künftig eine Frau stehen. Laut Innenministerium wurde bei der Ausschreibung für die Leitung der Direktion für Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) nur eine einzige Bewerberin als „im höchsten Maß geeignet“ bewertet, elf Mitbewerber fielen hingegen durch.
Bei der künftigen DSN-Chefin handelt es sich um die bisherige Vizedirektorin Sylvia Mayer, eine erfahrene Spitzenpolizistin, die den Dienst bereits seit Jahren prägt. Sie folgt auf Omar Haijawi-Pirchner, der Ende des Jahres abtritt und in die Evaluierungskommission wechseln wird. Haijawi-Pirchner hatte die DSN nach den massiven Turbulenzen rund um das alte BVT neu strukturiert und stabilisiert.
Mayer gilt als fachlich exzellent, aber auch als treibende Kraft für Gleichstellung innerhalb der Sicherheitsbehörden. Als langjährige Gleichbehandlungsbeauftragte setzte sie Akzente für Frauenförderung. „Es war mir immer ein Anliegen, für mehr Chancengleichheit zu kämpfen“, sagte sie 2024 in einem Interview.
Ihre Karriere begann Mayer in Linz als Exekutivbeamtin, bevor sie 2012 ins damalige BVT wechselte. Dort baute sie das Referat für den Schutz kritischer Infrastruktur auf und leitete es bis 2021. Seit Oktober 2023 ist sie Vizedirektorin der DSN.