Taiwan verhandelt mit den USA über Waffenkäufe im Wert von 40 Milliarden Dollar
Taiwans Verteidigungsminister Wellington Koo gab bekannt, dass Taipeh bereits im Voraus mit den Vereinigten Staaten abgestimmt hat, welche Waffen es im Rahmen des geplanten zusätzlichen Verteidigungsbudgets von 40 Milliarden Dollar bis 2033 kaufen möchte. Dies ist eine Reaktion auf den zunehmenden militärischen und politischen Druck Chinas, das Taiwan als sein Territorium betrachtet.
Koo sagte, Taiwan habe vom US-Verteidigungsministerium bereits bestimmte Artikel, Preise und einen Zeitrahmen für die Lieferungen erhalten, was seiner Meinung nach die Bereitschaft der USA zur Lieferung der Waffen beweise. Er werde aber erst nach einer offiziellen Ankündigung vor dem Kongress Einzelheiten bekannt geben.
Der neue Haushalt muss noch vom Parlament verabschiedet werden, in dem die oppositionelle Kuomintang-Partei die Mehrheit hat. Die Kuomintang-Partei kritisiert vor allem die Höhe der Schulden und die Tatsache, dass Präsident Lai Ching-te den Plan zuerst in einem Gastbeitrag für die Washington Post vorgestellt hat.
Premierminister Cho Yong-tae forderte die Gesetzgeber auf, bei der Abstimmung die wachsende Bedrohung durch Festlandchina zu berücksichtigen und fügte hinzu: "Wenn man kein Land hat, wie kann man dann ein Zuhause haben?" Nach Angaben des Verteidigungsministers würde das Programm 90.000 Arbeitsplätze schaffen.