Polen nimmt Ukrainer und Weißrussen unter Spionageverdacht fest
Polen hat zwei Ukrainer und drei Weißrussen festgenommen, die laut Staatsanwaltschaft auf Anweisung ausländischer Geheimdienste gehandelt haben sollen.
Warschau hat wiederholt vor russischen Versuchen gewarnt, Länder, die die Ukraine unterstützen, zu destabilisieren, und von Brandanschlägen oder Cyberattacken als Teil des so genannten hybriden Krieges gesprochen. Moskau bestreitet diese Vorwürfe.
Bei den Verdächtigen im jüngsten Fall handelt es sich um den Ukrainer Oleksandr S. und die minderjährige Sofia Ch. und die Weißrussen Viktoria M., Anton M. und Uladzimir U. Sie wurden am 25. und 26. November von der Polizei und Sondereinheiten festgenommen.
Den Ermittlern zufolge haben sie 2024 und Anfang 2025 Bilder von kritischen Infrastrukturen und anderen für die nationale Sicherheit wichtigen Orten aufgenommen und verschickt. Für ihre Aktivitäten sollten sie Zahlungen in Kryptowährungen erhalten.
Die drei Verdächtigen wurden für drei Monate in Gewahrsam genommen, ein Minderjähriger wurde in einer Haftanstalt untergebracht und Uladzimir U. wurde die Ausreise aus Polen untersagt, da er aufgrund seines Gesundheitszustands nicht inhaftiert war.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft geht es bei den Ermittlungen um ausländische Spionageaktivitäten auf dem Gebiet Polens in den Städten Rzeszów, Warschau, Łódź und anderen Orten. Die Verdächtigen sollten nicht nur die Infrastruktur überwachen, sondern auch Plakate und Graffiti anfertigen.
(reuters, lud)