Noch ist kein Weihnachtsfriede ein Österreichs Innenpolitik eingekehrt - offenbar bleibt ÖVP-Chef Christian Stocker das Hauptangriffsziel von Herbert Kickl. Der FPÖ-Chef rechnet aktuell mit der Außen- und Energiepolitik der ÖVP-SPÖ-NEOS-Koalition ab: "Während Orbán erfolgreich die Energieversorgung für sein Land sichert und als potenzieller Vermittler im Ukraine-Konflikt ernst genommen wird, hat sich Österreich durch die Politik der schwarz-rot-pinken Verlierer-Koalition international ins Abseits manövriert und schadet den eigenen Bürgern massiv."
Verrat am eigenen Volk?
Für Kickl sei die aktuelle Entwicklung ein „Lehrstück in Realpolitik“: „Was wir jetzt hier gesehen haben, ist der brutale Unterschied zwischen einer souveränen, interessengeleiteten Politik für das eigene Volk und dem unterwürfigen Verrat, den die österreichischen Systemparteien an unserem Land begehen. Während Viktor Orbán von Putin für seine ‚ausgewogene Haltung‘ gelobt wird und Budapest als Ort für Friedensgipfel im Gespräch ist, hat sich Österreich durch den Kniefall vor Brüssel und Kiew völlig diskreditiert. Wir hätten als neutrales Land im Herzen Europas die Friedensverhandlungen ausrichten können. Doch diese historische Chance wurde mit blinder Gefolgschaft mutwillig zerstört. Das ist das Ergebnis, wenn man die Interessen fremder Mächte über die der eigenen Bevölkerung stellt."
Kickl sieht Orbán mit Russland-Besuch als Vorbild
Noch dramatischer seien laut Kickl die Konsequenzen für die österreichische Bevölkerung im Energiebereich. Orbán verhandle über günstige Gas- und Öllieferungen, während die Österreicher unter den höchsten Energiepreisen Europas leiden würden. „Orbán macht das, was eine patriotische Regierung tun muss: Er stellt die Versorgungssicherheit und den Wohlstand der eigenen Bevölkerung an die erste Stelle. In Wien hingegen regiert die ideologische Verblendung. Während man für Selenskyj den roten Teppich ausrollt und sich im Sanktionswahnsinn überbietet, sichert Orbán die warmen Wohnungen und die Arbeitsplätze für sein Volk. Die Zustände in unserem Land sind kein Schicksal, sondern das direkte Ergebnis der katastrophalen Sanktionspolitik, die von dieser Verlierer-Koalition mitgetragen wird."
Und der FPÖ-Chef erinnert: "Wir Freiheitliche haben von Anfang an vor den verheerenden Folgen der Sanktionen gewarnt und eine aktive, souveräne Neutralitätspolitik gefordert. Hätte ÖVP-Kanzler Stocker nur einen Funken Mut und Rückgrat besessen, könnten auch unsere Unternehmen wieder wettbewerbsfähig produzieren und unsere Bürger bei den Energiekosten aufatmen. Stattdessen hat man die Neutralität verraten, das Volk den eiskalten Interessen globaler Eliten geopfert und die Bevölkerung zum Zahlmeister gemacht. Orbán macht es richtig: Zuerst kommt das eigene Land."
Von Kanzler Christian Stocker kam bisher kein Konter auf die Vorwürfe des FPÖ-Chefs.