Nach 8 Monaten rote Zahlen: Ryanair stellt das Treueprogramm Prime ein

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair hat am Freitag angekündigt, dass sie ihr Treueprogramm Prime einstellt. Das im Februar gestartete Projekt erwies sich als verlustbringendes Unterfangen, da eine Reihe von Fluggästen die angebotenen Rabatte nutzten. An dem Programm nahmen 55 Tausend Personen teil, die insgesamt 4,4 Millionen Euro einzahlten, aber von mehr als sechs Millionen Euro profitierten.

Prime bot Ermäßigungen auf Flugtickets, kostenlose Sitzplatzreservierungen für bis zu 12 Flüge pro Jahr und eine Reiseversicherung. Marketingdirektor Dara Brady räumte ein, dass das Programm "mehr kostete als es einbrachte" und sich bei der Anzahl der Mitglieder nicht lohnte. Die Fluggesellschaft erklärte, sie werde wieder allen Kunden Vorteile bieten.

Prime-Mitglieder können noch bis Oktober 2026 von exklusiven Niedrigpreisangeboten profitieren, aber ab dem 28. November können sie sich nicht mehr anmelden. Eine Jahresmitgliedschaft zum Preis von 79 Euro oder 79 Pfund kann bei maximaler Nutzung Dutzende oder Hunderte von Euro oder Pfund einsparen, berichtet der Guardian.

Ryanair, das jährlich mehr als 207 Millionen Fluggäste befördert, hat sich einen Ruf für extrem niedrige Preise und innovative Tarife erworben. Ryanair war das erste Unternehmen, das 2006 Gebühren für aufgegebenes Gepäck und später Gebühren für das Einchecken ohne ausgedrucktes Ticket einführte.

(echo24, sab)