Kasachstan fordert die Ukraine auf, die Angriffe auf das CPC-Ölterminal einzustellen

Kasachstan forderte die Ukraine am Sonntag nachdrücklich auf, die Angriffe auf den Schwarzmeer-Terminal des Kaspischen Pipeline-Konsortiums (CPC) einzustellen, über den mehr als ein Prozent der weltweiten Öllieferungen laufen. Die Reaktion erfolgte, nachdem ein schwerer Drohnenangriff die Ladeinfrastruktur schwer beschädigt und die Ölexporte unterbrochen hatte.

Das CPC-Konsortium, zu dessen Anteilseignern Russland, Kasachstan und US-Unternehmen gehören, erklärte, dass es nach dem Drohnenangriff der ukrainischen Marine gezwungen war, den Betrieb einzustellen. Vor allem die schwimmende Verladestelle SPM 2 wurde beschädigt, so dass die Tanker das Gebiet verlassen mussten.

Das kasachische Außenministerium bezeichnete den Vorfall als dritten Angriff auf eine "rein zivile, durch internationales Recht geschützte Einrichtung" und warnte, dass derartige Aktionen die bilateralen Beziehungen zur Ukraine beeinträchtigten. Es erwartet auch Maßnahmen, um ähnliche Vorfälle zu verhindern. Die Ukraine äußerte sich nicht unmittelbar zu dem Angriff.

Auf die CPC entfallen rund 80 Prozent der kasachischen Ölexporte. Sie verbindet die großen Ölfelder Tengis, Karachaganak und Kashagan mit einem Terminal in der Nähe von Novorossiysk. Die russische Diplomatie bezeichnete den Angriff als Bedrohung der globalen Sicherheit und erklärte, derartige Aktionen seien terroristisch. Die Ukraine hingegen argumentiert, dass es sich um einen Angriff auf die Infrastruktur handelt, die Russlands Kriegswirtschaft unterstützt.

(reuters, sab)