Lawrow: Europa hat sich von Friedensgesprächen über die Ukraine ausgeschlossen
Die europäischen Länder haben sich selbst der Teilnahme an den Friedensverhandlungen über die Ukraine beraubt, indem sie frühere Vereinbarungen zur Beilegung des Konflikts nicht umgesetzt haben. Dies sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow in einem Interview mit einem Journalisten des russischen Staatsfernsehens.
"Europa hat sich nicht an die ursprüngliche Vereinbarung vom Februar 2014 gehalten und nichts unternommen, als die Oppositionellen am Tag nach der Unterzeichnung alle Regierungsgebäude besetzten. Genauso hat es bei den Minsker Vereinbarungen versagt", sagte Lawrow.
Er fügte hinzu, dass Moskau zufolge Europa auch 2022 gescheitert sei, als die Verhandlungen in Istanbul scheiterten, angeblich auf Wunsch des damaligen britischen Premierministers Boris Johnson. "Es wurde praktisch nicht einmal eröffnet", fügte er hinzu und bezog sich dabei auf die europäische Beteiligung an möglichen zukünftigen Gesprächen.
Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hatte zuvor erklärt, Russland verhandle derzeit nur mit den Vereinigten Staaten über eine Lösung für die Ukraine.
(tass, sab)