Chef des russischen Bankenverbands: 50 Jahre vor Gericht, wenn die EU russisches Vermögen beschlagnahmt

Andrei Kostin, Leiter des russischen Bankenverbands, warnte, wenn die EU eingefrorene russische Vermögenswerte als Darlehen an die Ukraine verwende, werde Moskau Vergeltung üben, und es könne zu einem bis zu 50-jährigen Rechtsstreit kommen.

Er reagierte damit auf den Plan der Union, wonach die Ukraine 140 Milliarden Euro aus eingefrorenen russischen Staatsreserven erhalten könnte. Laut Kostin könnte Moskau auch mit der Beschlagnahmung des Vermögens europäischer Investoren in Russland reagieren.

Er deutete aber auch an, dass Russland kompromissbereit sei - im Falle eines umfassenderen Friedensabkommens könne er sich auch die Verteilung von Staatsvermögen für den Wiederaufbau der Ukraine vorstellen. Er betonte jedoch, dass ein solcher Schritt das Ergebnis von Verhandlungen und der Zustimmung beider Seiten sein müsse.

Kostin rief auch zu rechtlichen Schritten gegen die EU und Belgien auf, einschließlich einer Klage vor dem UN-Gerichtshof. Seine Äußerungen erfolgen im Vorfeld eines Besuchs des US-Emissärs Steve Witkoff, der nach seinen Worten weiteren Raum für diplomatische Zugeständnisse eröffnet.

(reuters)