Kiew versucht, Zahlungsausfall durch Anleihetausch abzuwenden

Die Ukraine will sich von der finanziellen Belastung durch BIP-gebundene Garantien in Höhe von 3,2 Mrd. USD befreien und hat angeboten, diese gegen neue internationale Anleihen einzutauschen.

Dieser Schritt soll dem Land helfen, die Zahlungsunfähigkeit zu überwinden und den Rest der nach der russischen Invasion entstandenen Schulden zu begleichen.

Der Tausch würde sogenannte C-Anleihen mit einer Laufzeit bis 2032 betreffen. Die wichtigste Gläubigergruppe hat den Bedingungen jedoch noch nicht zugestimmt, und die Verhandlungen dauern an.

Diejenigen, die dem Angebot bis zum 12. Dezember zustimmen, könnten eine zusätzliche Zahlung erhalten. Obwohl es sich um einen politisch heiklen Schritt handelt, ist die Regierung der Ansicht, dass die Vereinbarung für die Stabilität des Staatshaushalts unerlässlich ist.

In der Tat könnten die an das BIP-Wachstum gekoppelten Garantien das Land in Zukunft bis zu 6 Milliarden Dollar kosten.

Der Internationale Währungsfonds hat sich zu dem Angebot nicht geäußert, aber die Ukraine ist bisher zuversichtlich, dass der Kreditgeber sie unterstützen wird, und sagt, dass der Schritt für den Wiederaufbau nach dem Krieg und die Stabilität des Staatshaushalts entscheidend ist.

(reuters, swag)