Tragödie in Hongkong führt zu Spannungen vor den Wahlen
Nach dem tragischen Brand in einem Wohnkomplex in Hongkong, bei dem mindestens 151 Menschen ums Leben kamen, hat der Bürgermeister der Stadt, John Lee, eine unabhängige Untersuchung unter Leitung eines Richters angeordnet. Das Feuer breitete sich in sieben Hochhäusern aus, wobei brennbare Baumaterialien, die bei Renovierungsarbeiten verwendet wurden, als Hauptursache genannt wurden.
Die Polizei hat mehr als 20 Personen im Zusammenhang mit Pflichtverletzung und möglicher Korruption festgenommen. Kritiker warnen jedoch vor den Bemühungen der Behörden, jegliche öffentliche Kritik zu unterdrücken - mehrere Studenten wurden sogar wegen angeblicher Aufwiegelung festgenommen.
Internationale Organisationen rufen zu Transparenz auf. Die Tragödie ereignete sich nur wenige Tage vor den geplanten Wahlen.
Den Bewohnern wurde Hilfe angeboten, einschließlich finanzieller Unterstützung und vorübergehender Unterbringung. Bei dem Feuer kamen auch Dutzende von Haustieren ums Leben, und außerhalb Hongkongs sollen Mahnwachen zu Ehren der Opfer abgehalten werden.
(reuters)