|   2026-01-08 14:04:41

Italien drängt auf Änderung des Handelsabkommens zwischen der EU und Mercosur

Italien fordert strengere Schutzbedingungen im geplanten Handelsabkommen zwischen der EU und der Mercosur-Gruppe.

Wie der italienische Landwirtschaftsminister Francesco Lollobrigida erklärte, drängt Rom darauf, die Grenze, ab der Schutzklauseln aktiviert würden, von acht Prozent auf fünf Prozent zu senken.

Dieser Mechanismus würde es ermöglichen, das Abkommen auszusetzen, wenn die Einfuhren landwirtschaftlicher Erzeugnisse aus Lateinamerika diese Grenze überschreiten oder wenn die Preise für diese Rohstoffe in Europa um mehr als fünf Prozent fallen.

Italien fordert außerdem, dass alle importierten Lebensmittel denselben Sicherheitsstandards entsprechen wie die in der EU hergestellten. Nach Angaben des Ministers führen Diplomaten derzeit letzte technische und politische Konsultationen durch.

Französische Landwirte haben noch vor Tagesanbruch eine Blockade der Zufahrtsstraßen nach Paris und mehrerer städtischer Sehenswürdigkeiten gestartet, um gegen das Abkommen mit dem Mercosur zu protestieren.

Die Landwirte umfuhren Polizeikontrollen, um in die Stadt zu gelangen. Am Donnerstag vor Tagesanbruch fuhren sie über die Champs-Élysées und blockierten die Straße um den Triumphbogen.

Dutzende Traktoren blockierten noch vor dem morgendlichen Berufsverkehr die Autobahnen, die in die Hauptstadt führen – darunter die A13, die aus den westlichen Vororten und aus der Normandie nach Paris führt –, was laut Verkehrsminister zu einem 150 Kilometer langen Stau führte.

Die entscheidende Verhandlung der EU-Mitgliedstaaten über Mercosur ist für Freitag geplant.

(reuters, pir)