Die USA wollen angeblich die Grönländer für die Abspaltung von Dänemark bezahlen
Die Vereinigten Staaten erwägen einmalige Zahlungen an die Grönländer, um die Insel von Dänemark zu erwerben. Laut vier Quellen der Agentur Reuters, die mit den Verhandlungen vertraut sind, wird über einen Betrag von 10.000 bis 100.000 Dollar pro Person diskutiert.
Dieser Plan ist Teil einer umfassenderen Strategie, die das Weiße Haus unter der Führung von Präsident Donald Trump verfolgt, um das strategisch wichtige Grönland zu erwerben – einschließlich diplomatischer und militärischer Optionen.
Der grönländische Premierminister Jens-Frederik Nielsen reagierte auf Trumps Äußerungen mit dem Beitrag: „Es reicht. Schluss mit den Fantasien über eine Annexion“. Zusammen mit den Staats- und Regierungschefs Dänemarks und anderer europäischer Länder lehnte er auch die Idee eines „Kaufs“ Grönlands ab. In einer gemeinsamen Erklärung erklärten sieben EU-Staaten, dass nur Dänemark und die Grönländer selbst über die Beziehungen Grönlands entscheiden können.
Trump behauptet, Grönland sei für die nationale Sicherheit der USA unverzichtbar und verweist auf dessen Bodenschätze. Nach der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro am Wochenende haben laut Quellen aus dem Weißen Haus die Bemühungen zugenommen, diesen Impuls auch auf die Grönland-Frage zu übertragen.
Die Zahlungen könnten sich auf fast sechs Milliarden Dollar belaufen, doch Details zu ihrer Form und ihren Bedingungen bleiben unklar. Nach Ansicht der USA ist ein Kauf die bevorzugte Lösung, doch eine militärische Intervention wird nicht ausgeschlossen.
(reuters, max)