Großbritannien half den USA bei der Festsetzung eines russischen Tankers
Die britischen Streitkräfte unterstützten die USA bei der Festsetzung des russischen Öltankers Marinera in internationalen Gewässern zwischen dem Vereinigten Königreich, Island und Grönland. Das Schiff, früher bekannt als Bella 1, unterlag Sanktionen und verstieß laut Angaben der USA gegen die Seeblockade Venezuelas. Das berichtet die Zeitung Telegraph.
An der zweiwöchigen Operation waren auch die britische Küstenwache, Spionageflugzeuge der RAF und US-Militärflugzeuge beteiligt, die von britischen Stützpunkten aus operierten. Das Seeaufklärungsflugzeug Poseidon MRA1 der RAF wurde kurz vor dem Ausschalten seines Transponders über dem Nordatlantik gesichtet.
Verteidigungsminister John Healey bestätigte die britische Beteiligung und bezeichnete den Tanker als Schiff mit einer „zwielichtigen“ Vergangenheit, das mit der „russisch-iranischen Achse“ in Verbindung stehe. Die Aktion sei Teil der weltweiten Bemühungen gegen die Schattenflotte, die Konflikte schürt und Sanktionen verletzt.
Healey betonte, dass das Vereinigte Königreich weiterhin seine Sicherheit und Wirtschaft schützen werde. Er bezeichnete die Operation als Beweis für die starke Verteidigungspartnerschaft mit den USA.
Das russische Verkehrsministerium kritisierte die Festsetzung als Verstoß gegen das Völkerrecht. Gleichzeitig kündigten die Vereinigten Staaten einen weiteren Einsatz an Bord des Schiffes M/T Sophia in der Karibik an, das ebenfalls gegen Sanktionen verstoßen haben soll.
(max)