Kiew fordert UN-Eingreifen nach Einsatz der Oreshnik-Rakete
Der UN-Sicherheitsrat wird am Montag auf Antrag der Ukraine zu einer Sondersitzung zusammentreten, die Russland eine Eskalation der Angriffe auf zivile Ziele vorwirft. Dieser Schritt folgte, nachdem Russland zum zweiten Mal seit Kriegsbeginn eine Hyperschall-Rakete vom Typ Oreshnik eingesetzt hatte.
Der ukrainische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Andrij Melnyk, bezeichnete die Angriffe als „neue Stufe von Kriegsverbrechen“ und „beispiellose Bedrohung für die Sicherheit Europas“. In Kiew führten die Angriffe dazu, dass die Hälfte der Wohnhäuser während der Frostperiode ohne Heizung blieb und vier Menschen ums Leben kamen.
Der Antrag auf eine Sitzung wurde von sechs Mitgliedstaaten unterstützt, darunter Frankreich, Dänemark und das Vereinigte Königreich. Laut Melnyk handelt es sich um systematischen Terror gegen Zivilisten und einen Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht.
Die Sitzung soll über das weitere Vorgehen der UNO als Reaktion auf die sich verschlechternde Sicherheits- und humanitäre Lage in der Ukraine beraten.
(mja)