Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen eine polnische Lehrerin, die ein Kreuz in den Mülleimer geworfen hat.
Die polnische Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen wegen eines möglichen Angriffs auf die religiösen Gefühle von Schülern eingeleitet, nachdem eine Lehrerin in einer Grundschule in der Gemeinde Kielno während des Unterrichts ein Kreuz von der Wand genommen und in den Mülleimer geworfen hatte. Die Frau wurde bereits suspendiert.
Der Vorfall ereignete sich am 15. Dezember während des Englischunterrichts. Laut polnischen Medienberichten forderte die Lehrerin die Schüler zunächst auf, das Kreuz zu entfernen, und als sie sich weigerten, tat sie es selbst, berichtet Polskie Radio.
Der Protest vor der Schule wurde von Abgeordneten der konservativen Opposition und rechten Parteien unterstützt. Bildungsministerin Barbara Nowacka bezeichnete die Proteste als politisch motiviert und rief zu Ruhe und Respekt auf.
Kardinal Grzegorz Ryś verurteilte den Vorfall mit der Begründung, dass ein solches Verhalten in der Schule keinen Platz habe. Inzwischen wurde in der Klasse ein neues Kreuz angebracht und den Schülern wurde psychologische Unterstützung angeboten. Die Ministerin betonte die Notwendigkeit von Toleranz und Frieden im schulischen Umfeld.
(mja)